Samstag, 28. Dezember 2013

Only know you love her when you let her go…

Du weißt dass dieser Text dir gewidmet ist. Du wusstest es schon, als du die Überschrift gelesen hast.
Eigentlich haben wir uns gestern verabschiedet, diesmal wirklich. Aber ich möchte dir noch ein letztes Mal schreiben. Dies wird der letzte Text über dich und an dich sein, ich hoffe, damit endlich abschließen zu können.
Es war der 26.06.2012, als wir zum ersten Mal miteinander geschrieben haben. Heute vor genau 18 Monaten. Vor 1 1/2 Jahren hat alles angefangen. Vor 18 Monaten hat die Freundschaft angefangen, die ich wohl als schönste Freundschaft meines Lebens bezeichnen würde.
Ich möchte dir noch einmal Danke sagen. Danke für alles was du für mich getan hast. Du hast mich zu einem anderen Menschen gemacht, du hast mich verändert. Du warst anders als jeder Mensch, den ich kenne. Du hast die Traurigkeit in meinen Augen gesehen, während alle anderen dem Lächeln geglaubt haben. Du wusstest immer ganz genau, wenn es mir nicht gut ging, auch wenn ich behauptet habe, dass alles in Ordnung ist. Es benötigte nur zwei Sätze am Telefon und du wusstest, dass du für mich da sein musst. Du wusstest alles von mir, ohne dass ich es hätte erwähnen müssen. Wenn du mich angesehen hast, dann hast du nicht mich angesehen, du hast meine Seele angesehen. Ich brauchte dir nie etwas vorspielen, du hast mich geliebt wie ich war. Du warst der einzige Mensch, den ich sehen wollte, wenn es mir schlecht ging. Ich habe die stundenlangen Skype-Gespräche und Telefonate mit dir geliebt. Und da war es egal, ob ich mit zerzausten Haaren und Gammelklamotten vor der Kamera saß, es hat dich nicht gestört. Du hast mich genommen wie ich war. Du warst die einzige, die es geschafft hat, mich zum Lächeln zu bringen wenn ich ganz unten war. Du hast mich jedes Mal wieder raus gezogen aus meinem Loch. Ich musste dich nie bitten, mir zuzuhören. Du hast es einfach getan. Und auch wenn ich nichts gesagt habe, hast du noch zugehört. Wir konnten uns anschweigen und nachher trotzdem behaupten, das beste Gespräch seit langem gehabt zu haben. Das ist einzigartig. Ich konnte bei dir lachen, schreien, wütend und traurig sein, du hast mich für nichts verurteilt. Und so kam es, dass ich dir irgendwann mein Herz geschenkt habe.
Ich muss grade an unseren Satz denken, weißt du noch? Forever together, and never apart, maybe by distance but never by heart.
Ich glaube das passt grade jetzt ziemlich gut.
Es ist so viel passiert zwischen uns. Ich werde niemals den Tag im März vergessen, als ich dachte, ich müsste sterben. Ich habe noch nie so viel und so sehr geweint. Und das alles wegen dir. Aber wir haben das geschafft. Wir haben so vieles geschafft. Und vielleicht wäre es besser gewesen, unser Ende wäre früher gekommen. Vielleicht. Aber ich bereue nichts. Keine einzelne Sekunde, die ich mit dir verbracht habe, bereue ich. Es war jede Träne wert, denn die Zeit mit dir ist unbezahlbar. Ich möchte sie um nichts in der Welt wieder hergeben. All die schönen Erinnerungen die ich mit dir habe werde ich ganz tief in meinem Herzen aufbewahren. And i can live without you, but without you i’ll be miserable at best.
Wir schaffen das. Es ist Zeit los zu lassen, nicht mehr an etwas festzuhalten was uns beide vielleicht kaputt machen würde. Du hast zu mir gesagt, wenn man loslässt, hat man beide Hände frei. Und sometimes, love is about letting go. Ich glaube jetzt ist unser sometimes. Ich werde niemals vergessen können, was du mir gegeben hast. Ich werde niemals dieses Gefühl vergessen, was es heißt, von jemandem bedingungslos geliebt zu werden. Und ich werde niemals vergessen, wie es ist, bedingungslos zu lieben. Denn das habe ich. Und ich werde auch nie aufhören dich auf eine gewisse Weise zu lieben. Du hast mein Herz und du wirst es immer haben. Und du hast deinen Platz bei mir, den dir niemand streitig machen kann. Wenn ich meinen Kindern später erzähle, wie es ist, eine Freundin zu haben, die die Seele berührt, dann werde ich ihnen von dir erzählen. Ich werde ihnen von unserer Zeit erzählen und ich wünsche mir, dass sie auch mal so eine Freundin finden werden, wie du eine warst.
Und ich werde weiterhin jeden Tag an dich denken und vielleicht irgendwann wieder unsere Lieder hören können, ohne dass ich anfange zu weinen. Und wenn ich dann doch weine, dann nur, weil es Freudentränen sind. Freudentränen deshalb, weil es dich in meinem Leben gab.
Du warst mein Leuchtfeuer in jeder Nacht, mein Kompass in der großen Stadt, mein Wegweiser, mein Echolot, meilenweit himmelhoch. Und wenn du dich selbst nicht findest, wenn du dich mal verirrst, weil die Stadt ein Labyrinth ist, das dich ins Leere führt, dann bin ich dein Leuchtfeuer in jeder Nacht, dein Kompass in der großen Stadt, dein Wegweiser, dein Echolot, meilenweit, himmelhoch…
Denk da bitte immer dran. Egal was zwischen uns passiert ist, du kannst jeder Zeit das Telefon in die Hand nehmen und mich anrufen.
Vergiss mich nicht. Ich liebe dich. Immer. 
…and you let her go.


Montag, 7. Oktober 2013

#4

16.08.2013

Ich frage mich, wie es wohl gelaufen wäre, wenn ich dir nicht erneut geschrieben hätte. Hättest du mir tatsächlich von dir aus geschrieben und dich entschuldigt? Wäre es nochmal so gekommen, dass es ein neues "uns" gibt?
Ich denke jeden Tag über dich nach, frage mich, wieso ich einfach nicht von dir loskomme. Die Zeit ohne dich war leer und einsam, es verging kein Tag, an dem meine Gedanken nicht zu dir gewandert sind. Oft hast du mir nachts im Kopf herumgespukt. Und wenn ich an dich gedacht habe, dann sah ich immer deine großen warmen Rehaugen und dein ehrliches Lächeln vor mir. Ich erinnerte mich genau an den Klang deiner Stimme und dein typisches "Hi na", welches ich jedes Mal zur Begrüßung zu hören bekam.  Und jedes Mal, wenn ich an dich gedacht habe, habe ich einen Stich in meinem Herzen gespürt, weil ich dich nicht mehr bei mir hatte. Weil du ohne mich glücklich warst. Doch nun bist du zurück und ich kann es immer noch kaum glauben. Meine Hoffnung hatte ich schon längst aufgegeben. Ich habe keine Angst davor, erneut zu lieben. Ich habe Angst, dass du mich wieder verlassen wirst. Das würde ich nicht verkraften.
Ich liebe dich.


Es ist wieder vorbei. Ich habe es verkraftet und ich bin von dir losgekommen. Endlich. 

Sonntag, 22. September 2013

#3

Wir laufen nebeneinander die dunkle Straße entlang, das Meer im Rücken, den Rucksack nur auf einer Schulter und den warmen Wind in den Haaren.
Zwei Jugendliche auf ihrem Rad fahren an uns vorbei, rufen uns etwas zu, wir verstehen es nicht. Ein paar Meter vor uns halten sie, mit einem Grinsen im Gesicht warten sie auf uns.
Italienische Worte kommen uns entgegen, wir schütteln nur fragend unsere Köpfe. Deutliche Gesten, erneut italienische Worte, wir verstehen nun. Ob wir aufsteigen wollen, ob sie uns mitnehmen sollen?
Warum nicht. Sie hinten, ich vorne auf dem Gepäckträger. Die Fahrt geht los, so wackelig dass ich denke ich falle. In großen Schlenkern fahren wir über die nächtliche Straße, immer wenn ein Auto von vorne kommt denke ich, ich sterbe. Ein paar Mal das Gebüsch gestreift, mein Hintern tut mehr und mehr weh. Ich spüre den warmen Atem des Jungen in meinem Nacken, höre seine Worte und die seines Freundes, ich verstehe nur immer wieder „bella“- Schöne. Sie reden mit uns, ich kann die Bedeutung ihrer Worte nicht erahnen, wir schütteln unsere Köpfe. Sie reden unbeirrt weiter, noch schneller als zuvor und hoffen, wir würden sie nun doch verstehen. Unsere deutschen Worte zeigen wenig Wirkung, auch englisch hilft nicht weiter. Was soll’s.
Ob wir Freunde haben. Nein, haben wir nicht. Endlich sind wir am Ziel, unser Campingplatz liegt direkt vor uns. Die Zeit für eine Verabschiedung ist gekommen. Ein Kuss rechts, ein Kuss links, das gleiche noch ein zweites Mal.
Dann plötzlich eine Hand an meiner Wange, die mein Gesicht drehen will, Lippen ganz nah an meinen eigenen, sie berühren sich schon fast. „No!“, ich drehe meinen Kopf zur Seite, trete einen Schritt zurück. Nein, dafür bin ich nicht bereit. Ich sehe sein Grinsen und will weg, ihr geht es ebenfalls so. Ob sie unsere Nummer bekommen, fragen sie. Wir tippen wahllos irgendeine Nummer ein, sie freuen sich, wir wollen endlich gehen. Ein letztes Mal verabschieden, dann endlich drehen wir uns um und laufen den Schotterweg hinab, begleitet von einem lauten „Ciao, Bella“.
Dieser Abend wird wohl in Erinnerung bleiben. 

Dienstag, 20. August 2013

#2

Meistens sind es die kleinen Dinge im Leben, die glücklich machen.
Das leise Atmen des schlafenden Kindes neben mir, seine stürmischen Begrüßungen und die bedingungslose Liebe, die es mir zeigt.
Lange Telefonate mit einem lieben Menschen und fast gemeinsam am Telefon einschlafen. Das leise Lachen am Ende der Leitung. Eine lange Umarmung, bei der der andere nicht loslassen will. Das Leuchten in den Augen eines geliebten Menschen sehen und wissen, dass man der Grund dafür ist. Im Herbst durch den duftenden Wald gehen und dabei ganz allein sein. Einfach mal seinen Gedanken nachhängen zu können.
Warmen Sommerwind in den Haaren spüren und den Geruch von Regen tief in sich aufnehmen. Eine liebe Nachricht bekommen, wenn man nicht damit rechnet. Einen unbeschwerten Moment mit der Familie genießen. Ein heißes Bad nehmen, nachdem man den ganzen Tag auf den Beinen war. Etwas erreicht zu haben, auf das man stolz sein kann. Mit einem Menschen wieder zusammen finden, den man eigentlich schon aufgegeben hatte. Jemanden zu haben, dem man ganz und gar vertrauen kann und der alles von einem weiß. Jemandem wichtig sein.

Das nenne ich Glück.

Sonntag, 4. August 2013

Leere.
Und Wut.
Sie machen sich in mir breit,
fressen mich von innen auf.
Ich fühle es kaum noch, hab mich schon so daran gewöhnt.
Du merkst nicht einmal, dass es mir nicht gut geht.
Oder du willst es nicht merken.
Siehst einfach darüber hinweg.
Lange wird das nicht mehr gehen,
so wie es jetzt ist.
Ich werde gehen, weg von dir und allem,
was mir das Leben unmöglich macht.

Und ich werde für immer gehen.

Montag, 1. Juli 2013

#1


Verfasst am 19.02.13. Als alles noch gut war.

Ich weiß wirklich nicht, wie ich anfangen soll, wie ich meine Gedanken ordnen soll um das, was ich dir sagen will, in Worte zu fassen.  Du bist so viel für mich. Du siehst den Schmerz in meinem Gesicht, während alle anderen dem Lächeln glauben, du glaubst mir nicht, wenn ich sage dass „nichts“ ist, du wendest dich nicht einfach beruhigt ab, wenn ich sage mir geht es gut. Du kannst hinter meine Worte und meine Maske schauen und das tut so gut. Du hörst mir zu wenn ich rede. Du schaffst es selbst dann, mich zum lächeln zu bringen, wenn ich eigentlich kurz vorm weinen bin und niemanden sehen will. Niemanden außer dir, weil ich weiß, dass ich bei dir weinen, schreien, toben und lachen kann und du mich für nichts davon verurteilen würdest. Du bist da für mich, wenn alle anderen es nicht sind, ich muss dich nicht bitten, mir zuzuhören, du tust es einfach. Du weißt mehr, viel mehr als jeder andere über mich und das fühlt sich nicht mal falsch an. Ich vertraue dir und ich weiß, dass mein Vertrauen bei dir sicher ist. Ich bin bei niemandem so ehrlich wie bei dir. Warum sind eigentlich die Menschen, die man nicht sehen will, jeden Tag um einen herum und die Menschen, die man so gerne um sich hätte sind kilometerweit weg? Ich wünschte du würdest nur mal eben die Straße runter wohnen, sodass ich dich jeden Tag sehen könnte. Stell dir vor mein Herz wäre unberührter Schnee. Es gibt viele Menschen, die schon durch den Schnee gelaufen sind. Sie  alle haben ihn nur so leicht berührt, dass es kaum Spuren gibt. Aber du, du hast auf deinem erst so kurzen Weg tiefe Spuren in meinem Herzen hinterlassen. Und egal was passiert, du wirst immer einen Platz in meinem Herzen haben.
Ich liebe dich.  Ja, das tue ich. Auf eine Art, wie Freunde sich lieben. Aber ich habe Angst vor dem Tag, an dem ich plötzlich merken könnte, dass da noch was anderes ist. Dass ich damit alles kaputt machen könnte. Ich weiß nicht, ob du das verstehen kannst?
Aber weißt du noch? Forever together and never apart, maybe by distance but never by heart. Daran halte ich fest. Weil ich weiß, dass ich ohne dich nicht mehr könnte. Du gibst mir so viel, ich glaube du weißt gar nicht, WIE viel das ist. Du hast mich zu einem anderen Menschen gemacht. Ich kann dir nicht sagen wie, ich kann dir auch nicht sagen was du verändert hast, aber du hast es.
Und weißt du was der schönste Gedanke ist? Wenn mir hier mal alles zu viel wird, weiß ich, dass es jemanden gibt, zu dem ich fahren kann: Dich! Das zu wissen, jemanden zu haben, der dann für mich da ist, ist einfach so wahnsinnig. Wahnsinnig schön.
Es gibt Tage, an denen ich im Selbstzweifel fast zu versinken scheine, Tage, die mir hoffnungslos vorkommen, Tage, an denen ich die Welt und vor allem mich hasse, Tage an denen ich nicht weiß wohin mit mir, an denen ich weder ein noch aus weiß. Und dann kommst du und holst mich mit deinen Worten und deinem Lächeln aus all dem wieder raus.
Danke. Ich bin dir so dankbar für alles. Du bist für mich wirklich eine beste Freundin geworden und ich werde dich nie, nie gehen lassen! Und damit du eines weißt: Ich bin IMMER für dich da. Gemeinsam werden wir alles schaffen, oder?
Ich wollte eigentlich noch so viel mehr schreiben, aber Gedanken kommen und gehen und ich weiß schon gar nicht mehr alles. Ich denke aber, dass ich das wichtigste gesagt habe. Ich kann den Tag kaum erwarten, an dem wir uns endlich in die Arme schließen werden.
Ich liebe dich!

Wo fängt dein Himmel an? Und wo hört er auf? Wenn er weit genug reicht, macht dann das Meer zwischen uns nichts mehr aus?

Montag, 27. Mai 2013

Hallo ihr da draußen!

Willkommen in meiner kleinen Welt der Worte, schön, dass ihr her gefunden habt.
Ihr könnt mich Mockingbird nennen wenn ihr wollt, ihr könnt es natürlich auch lassen. Ich bin hier für mich, weil mir das schreiben unheimlich viel Spaß macht und ich auch andere Menschen an meinen Texten teilhaben lassen möchte. Vielleicht gefällt es euch ja, das würde mich freuen. Vielleicht auch nicht, das wäre auch okay.
Jetzt wünsche ich euch einfach viel Spaß und hoffe, dass ihr mal wieder vorbei schaut.


Bis bald ihr Lieben,

Mockingbird